Das vergangene Wochenende bei den Lechrain Volleys
U18 weiblich: Relegationsturnier OBB Meisterschaft
Zwei Hürden hatte die weibliche U18 der Lechrain Volleys auf ihrem Weg zur Südbayerischen Meisterschaft zu überwinden und beide Hürden wurden gemeistert. Beim Relegationsturnier am vergangenen Sonntag qualifizierten sich die Spielerinnen von Coach Stefan Huber für die Teilnahme an der Südbayerischen Meisterschaft.
Der Wettbewerb hatte alles, was tolles Volleyball zu bieten hat: Sehr gute Aktionen, anfeuernde Zuschauer und Mitspielerinnen, Adrenalin-Kick für Spielerinnen und Trainer, taktische Erfolge und ganz viel Nervenstärke. Den Zuschauern in der Isidor-Hipper-Halle boten sich ansprechende Spiele, die wieder einmal Werbung für die Jugendarbeit der Lechrain Volleys machten. Coach Stefan Huber hatte sich in der Vorbereitung auf das Turnier Unterstützung von Damen 1-Trainer Martin Wagner geholt und diesen auch bei den Spielen als Co-Trainer mit hinzugezogen, um ein möglichst optimales Ergebnis für die U18 zu erzielen. Dies wurde durch die Tatsache erleichtert, dass einige der U18-Spielerinnen ebenfalls bei Damen 1 trainieren und Wagner daher bereits kennen. Mehrwerte in dieser Zusammenarbeit gab es während der Vorbereitung mit speziellem Zuspieltraining und während des Analysierens der Spiele.
Unerwartet klar beherrschten die Lechrain Volleys den TSV Eiselfing im ersten Satz und nutzten konsequent die Schwachstellen in der Annahme mit druckvollen, harten und gezielten Aufschlägen aus. Auf der anderen Seite stand die Annahme der Lechrainerinnen stabil, auch aufgrund der guten Leistung im Training. Diese Basis führte zu einem ruhigen Spielaufbau und die Zuspielerin konnte ihre Angreifer in Szene setzen, die ein ums andere Mal punkteten. Somit konnte der erste Durchgang gewonnen werden (25:21)
Im zweiten Satz führten die LRV bereits mit 19:12, doch sie konnten den Sack nicht zumachen. Die Mittelblockerin des TSV, die bei diesem Punktestand zum Aufschlag kam, steigerte sich von Aufschlag zu Aufschlag in einen Flow und punktete nach Belieben. Beim Stand von 19:22 wechselte Huber Rosina Zeidler ein, die mit vier konsequenten Aufschlägen den Ausgleich zum 22:22 brachte. Dennoch verlor die U18 den Satz am Ende mit 24:26.
Im entscheidenden Tiebreak blieb diese knappe Satzniederlage in den Köpfen der Lechrain Volleys. Sie konnten sich nicht mehr aufrappeln und mussten den dritten Satz leider mit 9:15 verloren geben.
Doch trotz der Niederlage im ersten Spiel bestand noch Hoffnung für die Teilnahme an der Südbayerischen Meisterschaft. Anders als ursprünglich gedacht, reichten am Sonntag die ersten beiden Plätze dafür aus – möglich machte dies der Rückzug einer bereits qualifizierten Mannschaft aus Niederbayern. Die Entscheidung um den Startplatz musste also im Spiel gegen den SV Esting fallen.
In diese Partie starteten die Lechrain Volleys wieder mit Vollgas und dies brachte den Erfolg. Coach Huber hatte die Mannschaft auf einigen Positionen geändert und zeigte seine Entscheidung mit einem klaren Satzerfolg bestätigt (25:15). Die einzelnen Elemente des Spiels liefen harmonisch ineinander über und jede Spielerin erledigte einen souveränen Job.
Vielleicht ging dieser Erfolg zu leicht von der Hand, denn im zweiten Durchgang kam es zu einem Einbruch der Mannschaft. Huber versuchte, durch Auswechslungen den Spielfluss seines Teams zurückzubringen, doch die Spielerinnen standen einfach nicht voll mental auf dem Feld. Zwar stimmte der Kampfgeist der Lechrainerinnen und sie verringerten den Rückstand immer wieder, doch am Ende mussten sie den zweiten Satz knapp abgeben (23:25).
Erneut kam es also zur Entscheidung im Tiebreak. In diesen starteten die LRV mit einer Aufschlagsserie von Joana Huber, die ihrem Team einen komfortablen Vorsprung sicherte (8:0). Zudem stand der Block um Nina Pentenrieder sicher und entschärfte die gegnerischen Angreiferinnen. Eigene erfolgreiche Angriffe sicherten der U18 schlussendlich einen ungefährdeten 15:3-Sieg im dritten und entscheidenden Satz.
Damit ist das Ziel erreicht: die U18 der LRV startet bei der Südbayerischen Meisterschaft. Coach Huber zeigte sich sichtlich zufrieden mit dem Verlauf des Wettbewerbs: „Ich bin auf jeden Fall stolz auf das Team, glücklich, dass sie gewonnen haben und freue mich für sie, dass sie sich so gefreut haben.“
Die Reise geht also noch ein Stück weiter. Die Südbayerische Meisterschaft findet am 12. März statt, der Austragungsort steht noch nicht fest. Vielleicht klappt es, dass die LRV erneut Heimrecht haben. Von den acht teilnehmenden Teams qualifizieren sich drei für die Bayerische Meisterschaft. Wie sich die Mannschaft der Lechrain Volleys dabei schlagen wird, bleibt spannend.
U13 weiblich: Kreismeisterschaft OBB West
Am Sonntag fand bereits am Vormittag die Kreismeisterschaft Oberbayern West der U13-Jugendrunde statt. Da der SV Haspelmoor corona-bedingt absagen musste, konnten die Lechrain Volleys zwei Teams statt nur einem melden. Das maximal zulässige Kontingent an Spielerinnen wurde mit elf von 12 Spielerinnen nahezu vollständig ausgefüllt, um so vielen wie möglich die Gelegenheit zu bieten, an solch einer Meisterschaft teilzunehmen. Von diesen elf Spielerinnen waren nur fünf tatsächlich U13-Sportlerinnen, die anderen waren noch jünger, zwei sogar U11! Die gute Integration der älteren Jugendspieler als Nachwuchs-Trainer zeigte sich daran, dass neben Chef-Coach Stefan Huber noch vier weitere Jugend-Coaches anwesend waren.
Beide Teams der Lechrain Volleys hatten wahnsinnig viel Spaß während des gesamten Wettbewerbs. Auch den Trainern bereitete es sichtlich Freude, die Bambinis vom Spielfeldrand zu beobachten und zu coachen. Es ist immer wieder erstaunlich zu sehen, welch außergewöhnliche Atmosphäre bei einer solchen Meisterschaft herrscht und wie sich die Spielerinnen davon anstecken lassen. Doch natürlich bewirkte diese besondere Stimmung auch, dass die jungen Mädchen sehr nervös waren. Sie selbst sagten auf Nachfrage des Trainers, wie nervös sie auf einer Skala von 1-10 seien, dass sie sich bei 10++ befinden.
Die Spielerinnen konnten sich technisch und taktisch erheblich gegenüber dem vorherigen Spieltag steigern. Hier liegt auch der Fokus von Coach Stefan Huber: „Ich lege bei den Kleinen nicht Wert auf Titel, sondern auf die technische Ausbildung, dass wir im Ausbildungsplan bleiben und dass sie motiviert mitmachen.“ Dies zeigt auch immer mehr Früchte: Die beiden Teams der Lechrain Volleys belegten bei der Kreismeisterschaft den fünften und den siebten Platz bei acht teilnehmenden Mannschaften. Gewonnen hat der ASV Dachau 1 vor ASV Dachau 3 und dem SV Esting.
Dass die U13-Spielerinnen schon vom Volleyball-Virus infiziert sind, ist offensichtlich: Acht der elf jungen Spielerinnen blieben nach ihrem Wettbewerb noch in der Isidor-Hipper-Halle, um das erste U18-Spiel gegen Eiselfing anzuschauen, anzufeuern und mitzufiebern. Sie machten zum Teil das Aufwärmprogramm der U18 mit, spielten sich ein wenig mit ihren ein. Mira blieb sogar bis zum Schluss. Sie wurde dann auch mit in den Jubelkreis aufgenommen, als die U18 das Spiel gegen Esting gewonnen hat.